← James Bond Island (Ko Tapu) und die Phang Nga Bucht, Phuket, Thailand Ratgeber zur James-Bond-Insel

Wie das Kanufahren abläuft

Die Hongs, die Gezeiten und wie das Seekajakfahren in der Phang-Nga-Bucht wirklich funktioniert

John Gray entdeckte die verborgenen Lagunen der Bucht im Jahr 1989. Ob Ihr Kanu in eine davon gelangt, hängt von der Gezeit am Tag Ihrer Tour ab – nicht vom im Voraus gedruckten Reiseverlauf.

James-Bond-Insel-Tickets auf GetYourGuide ansehen ↗

Hong-Grundlagen

Detail
Hong bedeutet„Raum" auf Thai
Entdeckt und benannt vonJohn Gray, 1989
ZugangMit dem weichen Seekanu durch einen niedrigen Felstunnel
ZugangsfensterGezeitenabhängig – mal eng, mal vollständig geschlossen
Die Hongs dieser TourPanak Island und Koh Hong

Was ein Hong tatsächlich ist

Ein Hong ist eine Lagune, die an allen Seiten von Kalksteinfelsen umschlossen wird und dort entsteht, wo ein Teil des Daches eines alten Höhlensystems über einen sehr langen Zeitraum eingestürzt ist. Zurück bleibt ein offenes, von Wänden umgebenes Wasserbecken, das nur durch den einen Tunnel oder Spalt im Fels erreichbar ist, der es noch mit dem Meer verbindet. Von außen sieht eine Hong-Insel aus wie jeder andere bewaldete Kalksteinturm in der Bucht – vom Wasser aus gibt es kein Anzeichen dafür, dass in ihrem Inneren ein verborgener Raum liegt.

John Gray und 1989

John Gray, ein Amerikaner, der zuvor Sea-Kayak-Touren in Hawaii geleitet hatte, zog nach Phuket und erkundete in den späten 1980er-Jahren die Inseln der Bucht per Kayak. Schließlich entdeckte und benannte er 1989 die erste dieser Lagunen. Er setzte als Erster gezielt kleine, weichwandige Schlauchkanus ein, weil ein starres Boot nicht durch die niedrigen, engen Tunnel passt, die in einen Hong führen – und erhielt den lokalen Spitznamen „Caveman“, weil er mit dem Paddel dorthin fuhr, wo sonst niemand auch nur einen Versuch unternommen hatte.

Warum die Gezeiten entscheiden, nicht der Zeitplan

Der Eingangstunnel eines Hongs ist nur bei einer bestimmten Bandbreite von Gezeitenhöhen passierbar: Ist der Wasserstand zu niedrig, kann der Tunnel zu flach, zu schlammig oder durch freiliegendes Gestein blockiert sein, sodass kein Kanu hindurchpasst; ist er zu hoch, kann derselbe Tunnel vollständig überflutet sein, sodass kein Luftspalt bleibt, unter dem man hindurchpaddeln könnte. Dieses Zeitfenster kann bei manchen Hongs nur zwanzig bis dreißig Minuten betragen – deshalb prüfen Guides das tatsächliche Wasser am jeweiligen Tag, statt sich auf eine feste Uhrzeit zu verlassen, die Wochen im Voraus gedruckt wurde.

Wie es sich wirklich im Kanu anfühlt

Die Guides paddeln vom Heck jedes Kanus aus, daher sind weder Vorkenntnisse im Kajakfahren noch besondere Fitness nötig – die Gäste sitzen tief im Boot und ducken sich, wo das Tunnelgewölbe es verlangt. Nach der Durchfahrt ist die Lagune im Inneren meist still und ruhig, an allen Seiten von Felswänden und Grün umschlossen – ein scharfer Kontrast zum Bootsverkehr und Motorenlärm der offenen Bucht, die nur wenige Paddelminuten entfernt liegt.

Panak und Koh Hong, die beiden auf dieser Route

Die zwei bestätigten Hong-Stopps dieser Tour sind Panak Island und Koh Hong – zwei eigenständige Lagunen statt Varianten derselben, jede mit ihrem eigenen Tunnel und ihrem eigenen Gezeitenverhalten. Welche zuerst besucht wird und wie viel Zeit in jeder verbracht wird, kann von Tag zu Tag variieren, je nachdem, welchen Tunnel die aktuelle Tide begünstigt – ohne dass sich daran etwas ändert, dass beide tatsächlich im Programm stehen.

Was Sie nicht kontrollieren können – und warum das völlig in Ordnung ist

Da der Zugang tatsächlich von der Gezeitenlage abhängt und nicht von den Vorlieben eines Veranstalters, lohnt es sich, mit einer gewissen Flexibilität bei Reihenfolge und Timing der Stopps zu rechnen statt mit einem starren, minutiös getakteten Programm. Wenn ein Guide den Ausflug zu Koh Hong vorzieht, weil die Gezeiten an diesem Morgen günstiger stehen als für Panak, ist das eine normale, fundierte Einschätzung der tatsächlichen Wasserverhältnisse an diesem Tag – kein Zeichen dafür, dass mit der Tour etwas schiefgelaufen ist.

James-Bond-Insel-Tickets auf GetYourGuide ansehen ↗
James-Bond-Insel-Tickets auf GetYourGuide ansehen